Ăthiopien Zugang zum Feld: In Ăthiopien ist es der lokale Guide von Lalibela, der mein volles Vertrauen besitzt. Er war der Hauptorganisator eines Projektes, wo im vollkommen verarmten Umland der Stadt eine Schultoilette eingerichtet wurde. Was in Friedenszeiten schon nicht leicht ist, meisterte er sogar in Kriegszeiten: das Dorf mit der Schule wurde zweimal von Tigray-Rebellen erobert und von den Regierungstruppen zurĂŒckerobert. Als Teil der KriegsfĂŒhrung schaltete die Regierung zwischen Sommer 2020 und 2022 wahlweise das mobile Datennetz, das Telefonnetz, die Stromversorgung, das Bankwesen, das StraĂennetz und das Versorgungswesen ab. In diese Zeit fiel der Bau der Schultoilette. Ich erinnere mich, daĂ Alebachew in der Zeit der Besetzung durch die Rebellen mit dem Esel zwei Tage ĂŒber die Berge ging, um in Gashena, der ersten, von der Regierung gehaltenen Stadt, auf der Bank Geld abzuheben. Als dann die Toilette fast fertig war, warteten wir noch einige Monate bis die Regierung Lalibela wieder an das Stromnetz anschluĂ. Erst dann konnten die TĂŒren geschweiĂt werden.
Abgeschlossene Projekte: Ăthiopien: Im FrĂŒhjahr 2020 erklĂ€rte einer meiner GĂ€ste beim Besuch einer Ă€uĂerst Ă€rmlichen Schule auĂerhalb von Lalibela/Ăthiopien seine Bereitschaft, den Bau einer Schultoilette zu finanzieren. Nachdem sich der Direktor der Schule als funanziell nicht integer erwiesen hatte, nahm ich die Finanzverwaltung aus seinen HĂ€nden und bat Alebachew, den local guide aus Lalibela, das Projekt zu fĂŒhren. Im November 2020 brachen KĂ€mpfe aus und Tigraytruppen eroberten im FrĂŒhjahr 2021 die Umgebung von Lalibela. Das Internet, die StraĂenverbindungen, das Bankensystem und das Stromnetz wurden gekappt. Trotzdem konnte Alebachew das Projekt vorantreiben. Zwr war das mobile Internet abgeschaltet, aber einige Internetcafes hatten Wlan. Ich schickte Geld in die Hauptstadt zu AlebachewÂŽs Bruder, der es dann in die letzte funktionierende Bank vor der Front schickte. Dorthin war es ein FuĂmarsch von zwei Tagen und Alebachew konnte weitermachen. Nachdem die Tigraytruppen zurĂŒckgeworfen waren, war der Ort fĂŒr LKWs erreichbar und wir konnten Baumaterialien (Baustahl und Zement) anliefern lassen. Die Tigraytruppen eroberten den Ort nochmal, und wir muĂten nochmal einige Monate warten, bis sie sich entgĂŒltig nach Tigray zurĂŒckzogen. Langsam wurden die staatlichen Versorgungssysteme (Transport, Telefon, Banken und Internet) wieder hochgefahren. Als es dann schlieĂlich wieder Strom in Lalibela gab, konnten wir die StahltĂŒren schweiĂen, die noch gefehlt hatten.
Ăthiopien: Projektproposal ##upcoming





